Dr. med. Wolff Kersten v. Düring

Arztpraxis für Naturheilverfahren

   
     
     
   

 

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Grosse Darmregenerationsbehandlung (Mayr-Kur)

Die Klärung des Zusammenhanges zwischen der Darmfunktion und der allgemeinen Gesundheit wurde Anfang des letzten Jahrhunderts dem bekannten Arzt Dr. F.X. Mayr zur Lebensaufgabe. Er entdeckte anhand von Untersuchungen und Behandlungen Tausender von Patienten, dass auch die angeblich Verdauungsgesunden eben nicht völlig gesund sondern oft schon erheblich geschädigt waren und dass mit der Gesundung und Reinigung des Verdauungsapparates sich viele andere Leiden, z.B. der Lunge des Herzens, der Psyche, der Gelenke u.s.w. zurückbildeten oder gänzlich verschwanden. Dr. Mayr stellte fest, dass bei den meisten Patienten Teile des Darmes unnatürlich vergrössert und erschlafft oder aber krampfhaft verengt waren.  

Durch die o.g. Ernährungsfehler überlasten wir den Verdauungsapparat, der dann seiner Aufgabe nicht in der richtigen Art und Weise nachkommen kann. Verhängnisvollerweise meldet sich ein kranker Darm nicht wie andere Organe sofort mit Schmerzen. Und wer denkt bei Völlegefühl, Müdigkeit, Depressionen, Kopfdruck, Schweregefühl in den Beinen, Atemnot oder Herzklopfen schon an den oft schuldtragenden Magen, Dünndarm, oder Dickdarm. Hinzu kommt, dass der Stuhlgang selbst bei schweren Darmschaden oft ganz regelmässig und pünktlich wie die Uhr erfolgen kann. Jedoch sind Stuhlverstopfung oder breiige Stühle immer ein sicheres Zeichen einer Erkrankung des Verdauungstraktes. Selbst hochwertige und gesunde Nahrung wie Frischkornbrei, Vollkornbrot und Rohkost werden dann von einem kranken Darm nicht vertragen. Die Ursache liegt nicht darin, dass diese Nahrungsmittel grundsätzlich unverträglich sind, sondern eher darin, dass dem überreizten und kranken Darm die Zersetzungskräfte zur Verdauung fehlen und er auch die Nährstoffe nur ungenügend aufnehmen kann. Daher können trotz ausreichender Nahrungsmenge sogar Mangelzustände entstehen. „Mangel im Überfluss“

Durch die ungenügende Verdauung entstehen im Darm Zersetzungsgifte. Aus Zucker, Brot, Gemüse oder eiweissreicher Nahrung bilden sich dann hochtoxische Fäulnisstoffe. Diese Gifte gehen nicht restlos mit dem Stuhl ab sondern zum Teil ins Blut über. Das Entgiftungsorgan Leber wird dabei besonders stark belastet. Hinzu  kommen ja auch noch die vielen Tausenden von Chemikalien, die die Nahrungsmittelindustrie in die unnatürlichen „Nahrungsmittel“ einbaut, damit wir sie appetitlich finden und welche genauso von der Leber und unserem Immunsystem ständig rund um die Uhr abgebaut werden müssen.

Fernsymptome der Überlastung unseres Leber-Entgiftungssystems durch Darmgifte sind dann Gereiztheit, Müdigkeit, Mundgeruch, Zungenbelag, Schlafstörungen, Kopfweh, Gefässkrämpfe, unnatürliches Schwitzen, Neuralgien, Gelenkleiden, chronischer Schnupfen, Allergien u.s.w.

Die Folgen dieser Autointoxikation besteht in einer Schädigung aller Körperzellen, wobei sich die Symptome je nach Konstitution bei den Menschen unterschiedlich ausprägen.

Anhand verschiedener Untersuchungsmethoden kann man das Ausmass einer Darmschädigung abschätzen. Die unterschiedliche Keimzusammensetzung des Stuhles kann dabei eine wichtige Rolle spielen. Hierzu erfolgt die Untersuchung einer Stuhlprobe in einem Speziallabor. Je nach Vergiftungszustand des Darmes wird der Darm nämlich von unterschiedlichen Bakterien bis hin zu Pilzen besiedelt. Ein massiver Pilzbefall des Darmes zeigt schon einen schweren Verdauungsschaden an, denn Pilze sind die Aasfresser des Darmes. Um Missverständnissen vorzubeugen: Eine Pilzinfektion des Darmes darf ausdrücklich nicht mit Antipilzmitteln behandelt werden, denn die massiv absterbenden Pilzkörper belasten die Leber noch mehr. Die Pilzerkrankung zeigt also lediglich den Verdauungsschaden an, nicht deren Ursache.

Auch die Beurteilung des Stuhlganges ergibt Hinweise. Ein normaler Stuhl kommt ca. 1 bis 2 mal pro Tag, ist wurstförmig und von gelbbraun bis dunkelbrauner Farbe, riecht entweder kaum oder eher säuerlich und wird ohne Schmerzen rasch abgesetzt ohne dass man anschließend Toilettenpapier zur Reinigung benötigt. Auch Blähungen hat ein gesunder Darm nicht regelmäßig. Alles andere weist auf Schäden des Verdauungstraktes hin.

Dr. F.X. Mayr hat aufgrund seiner jahrzehntelangen Erfahrungen mit Darmkranken noch viele weitere sichtbare Zeichen einer Darmschädigung angegeben. Einer der wichtigsten Punkte dabei ist die Beurteilung der Körperhaltung darmgeschädigter Patienten.

Er unterscheidet dabei u.a. die „Habachthaltung“ beim so genannten Gasbauch, oder die „Entenhaltung“ beim so genannten schlaffen Kotbauch oder auch die „Grosstrommelträgerhaltung“ beim Gas-Kotbauch.

Durch die Behandlung und Wiedergesundung der natürlichen  Darmverhältnisse kommt es immer auch zu einer Verbesserung der äusseren Erscheinungsform der Patienten bis hin zur Normalität. Auch das Bindegewebe wird elastischer, und eine welke, schlaffe Gesichtshaut wird wieder straff und rosig.

Die Behandlung eines kranken Darmes erfolgt nach Richtlinien, die v.a. von Dr. F.X. Mayr selbst und auch seinen Schülern in jahrzehntelanger Erfahrung gesammelt wurden. Es ist der unglaublich reichhaltigen Erfahrung  dieser Ärzte zu verdanken, dass trotz unserer heutigen modernen Erkentnisse, die Art der Behandlung nur wenig abgeändert erfolgreich angewandt wird. 

Die drei grossen Prinzipien dieser Behandlung lauten: Schonung, Säuberung, Schulung.  

Genau wie ein Knochenbruch nicht heilen kann, wenn er nicht geschient, das heisst zunächst in äusserste Ruhe versetzt wird, kann ein chronisch kranker Darm nicht heilen, wenn er zunächst nicht vollständig entlastet  wird. = Das Prinzip SCHONUNG.

Die im Verlaufe von vielen Jahren einer Darmerkrankung entstandenen Giftstoffe und Schlacken müssen erst einmal ausgeschieden werden. So kommt es im Verlauf einer Darmreinigungsbehandlung zu einer Ausscheidungswelle. Dabei können auch uralte Kotreste zu Tage gefördert werden, die sich in den Winkeln des Darmes hartnäckig angelagert hatten. Auch die „Entgiftungsventile“ anderer Organe werden geöffnet, was dazu führen kann, dass man vermehrt unangenehmen Schweissgeruch hat oder aber der Harn absonderlich riecht. = Das Prinzip SÄUBERUNG.

Am Ende einer Darmreinigung sollte ein gewisses Umdenken hinsichtlich der Nahrungsaufnahme erfolgen, denn was nützt die beste Darmsanierung, wenn man sich anschliessend sofort wieder allen Ernährungsfehlern bedenkenlos hingibt. Erfahrungsgemäss fällt das aber allen Menschen, die eine derartige Darmtherapie mitgemacht haben sehr leicht, denn durch die Schulung aller Sinne, die mit der Verdauung zu tun haben vergrössert sich die Sensibilität für den natürlichen Umgang mit der Ernährung. = Das Prinzip SCHULUNG.

 

                                                                        "Machts nach, aber machts genau nach."

                                                                          Samuel Hahnemann

 

Dieser Spruch, der dem berühmten Entdecker des homöopathischen Prinzips S. Hahnemann nachgesagt wird, gilt besonders für die Durchführung einer Darmbehandlung. Da schon eine jahrzehntelange Erfahrung mit der Darmtherapie nach F.X.Mayr besteht, sind die Art und die zeitliche Abfolge der einzelnen Massnahmen mit Umsicht gewählt. Daher sollte man sich unbedingt streng an die Vorgaben halten. Krisenhafte Verschlechterungen des Gesundheitszustandes durch fehlerhafte Durchführung können so vermieden werden.

 

Die Darmbehandlung nach F.X. Mayr hat in meiner Praxis bei Patienten einen grossen Stellenwert, insbesondere bei Patienten mit hartnäckigen chronischen Erkrankungen, wenn sich durch die Anamnese und die Diagnostik Hinweise für eine schwer gestörte Darmökologie finden.

 

Bewährte Begleittherapien: Neuraltherapie, Phytotherapie, BIT , Homöopathie ,Colon-Hydro-Therapie, Mikroimmuntherapie