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Symbioselenkung (Therapie zur Wiederherstellung einer natürlichen Symbiose)
Einführung: Symbiose= Das Zusammenleben unterschiedlicher voneinander profitierender Mikroorganismen
Zwischen Mensch und Mikroorganismen, insbesondere Bakterien und Pilzen besteht eine sogenannte Symbiose, d.h. beide Lebewesen leben miteinander und profitieren voneinander. Wussten Sie, dass der menschliche Organismus mehr Bakterien als Körperzellen beherbergt ? Wussten Sie, dass die Baktereien des menschlichen Körpers zusammengenommen über 2 Kilogramm wiegen ? Wussten Sie, dass ein Mensch ohne seine Bakterien innerhalb kürzester Zeit stirbt ? Die Bakterien erfüllen für den Menschen lebenswichtige Funktionen wie die Produktion von Vitaminen, Mitverdauung von Nahrung, Entgiftung und Produktion von Bestandteilen des Immunsystems.
Das heisst, das z.B. das Immunsystem sie ständige Anwesenheit von Bakterien und auch bestimmten Pilzen benötigt, um aktiv zu sein.Viele andere nützliche Bakterienfunktionen sind im Übrigen noch gar nicht erforscht. Der Mensch profitiert also von den Stoffwechselleistungen der Bakterien. Genauso profitieren die Bakterien von uns, da wir Ihnen Schutz und Nahrung bieten.
Der Mensch und seine Bakterien = Eine ideale Symbiose.
Wir müssen also unterscheiden zwischen Bakterien und Pilzen, mit denen wir gut und voneinander abhängig zusammenleben und Mikroorganismen, die in uns eine Infektionskrankheit hervorrufen. Nehmen wir einmal das Beispiel einer Pilzerkrankung des Darmes. Viele unklare Beschwerden wie chronische Müdigkeit, Hauterkrankungen, Blähungen, rheumatische Schmerzen, Fibromyalgie u.s.w. werden ja heutzutage einer In Pilzbelastung des Darmes angelastet bzw. sind mit dieser assoziiert. In der Natur wachsen Pilze besonders gerne im feuchten, vergifteten Milieu; sie bauen totes Material ab und führen die Abbauprodukte wieder in den Naturkreislauf ein. Wenn wir jetzt anhand einer Stuhlprobe im Organismus einen vermehrten Pilzbefall des Darmes sehen, was können wir dann sagen ? Ist es jetzt der Pilz der vernichtet werden muss, oder stimmt etwas mit den Umgebungsbedingungen im Darm nicht ? Ja, richtig ! - es stimmt etwas nicht im Darmmilieu. Es herrschen also vorwiegend Fäulnisbedingungen im Darm vor, die zu einer Pilzbesiedlung geführt haben. Die Symptome der Erkrankung kommen selbstverständlich auch von den Stoffwechelsprozessen der Pilze, den sogenannten Mykotoxinen, aber die Ursache der Erkrankung wäre damit noch lange nicht benannt. Dies ist auch der Grund dafür, dass es vielen Patienten nach einer medikamentösen Pilzabtötung, z.B. mit Nystatin, kurzfristig besser geht, dann aber später alle Symptome wiederauftreten. Es ist therapeutisch daher also völlig unsinnig oder sogar schädlich, sofort alle Pilze abtöten zu wollen, denn diese haben ja für die jeweilige Stoffwechselsituation im Darm eine nützliche (Giftabbau) Funktion. Viel wichtiger wäre es, den Körper zu entgiften und die Milieubedingungen im Darm wieder zu normalisieren. Der Pilz verschwindet dann von selbst, da seine Funktion nicht mehr gebraucht wird.
Auch bakterielle Infektionskrankheiten können durch eine kurzfristige Milieuänderung entstehen. Häufige Ursache für die Entstehung krankmachender Bakterien aus vorher harmlosen Mitbewohnern ist die Umweltvergiftung durch Chemikalien in der Nahrung, häufige Antibiotikagaben, seelischer Stress oder Klimawechsel. Die chemische Veränderung der Nahrung kann dazu führen, dass krankmachende Bakterien einfach bessere Wachstumsbedingungen vorfinden, als die gesunden Bakterien. Bei chronischer Giftzufuhr, z.B. durch Schwermetalllösung aus Amalgamfüllungen oder durch Kupfer aus Trinkwasserleitungen wird sich immer eine unnatürlich veränderte Darmflora (Darmbakterienzusammensetzung) finden. Die unnatürlichen Mikroorganismen haben hier dann oft die nützliche Eigenschaft der Verwertung der Gifte. Man sollte sich also nicht hysterisch auf die Bekämpfung aller möglichen Keime stürzen, sondern überlegen, ob man sich damit langfristig nicht noch grössere Probleme einhandelt.
Ein grosser Mikrobiologe prägte am Ende seiner Schaffenszeit den Spruch: "Die Mikrobe ist Nichts, das Terrain ist Alles".
Möglichkeiten zur Verbesserung unserer Symbiose: Zunächst kann anhand einer Stuhluntersuchung das Ausmass einer Symbiosestörung ermittelt werden. Die Beurteilung einer solchen Stuhluntersuchung ist schwierig und kann nur qualitative Ergebnisse liefern. Das heisst, der Stuhlbefund sagt nur etwas über die Schwere einer Symbiosestörung und nichts über deren Ursache aus. Zusätzlich sollte eruiert werden, ob Umweltgift oder Schwermetallbelastung vorliegen, um diese ggf. gezielt behandeln zu können. Ohne eine gezielte Ernährungsumstellung läuft in der Therapie einer gestörten Symbiose nichts, da nur eine gesunde Ernährung das Milieu im Darm nachhaltig verändern kann. Bewährt hat sich eine gemüsereiche und fleischarme Vollwertkost. Besonders geeignet sind die verschiedenen Kohlarten, auch tgl. Rohkost ist bewährt. Dazu reichlich gute frische Kräuter und Gewürze. Es sollte auch mit hochwertigen pflanzlichen Ölen nicht gespart werden. Dazu frisches Vollkornbrot, Butter, viel Obst und vergorene Milchprodukte. Siehe auch Ernährung und Darmerkrankungen. Zu Beginn einer Symbioselenkung sind folgende "Nahrungsmittel" verboten, später dann nur noch selten erlaubt: Vollmilch, Margarine, fett und cholesterinarme Kost,Zucker, Kaffee, Weissmehlprodukte, Fabriknahrung mit künstlichen Zusatzstoffen. Ein hervorragender Stimulator der natürlichen Symbiose ist Brottrunk oder andere milchsauer vergorene Getränke wie Rote-Beete, Rettich oder Sauerkrautsaft, von denen nur ein bis zwei Schlücke vor den Mahlzeiten eingenommen werden brauchen, um eine günstige Wirkung zu erzielen. Auch Microflorana N, ein Fertigpräparat aus der Apotheke stimuliert das Wachstum natürlicher Bakterien. Eines der besten Möglichkeiten zur Verbesserung der Symbiose und der Verdauung insgesamt ist jedoch das sogenannte Frischkornmüsli, original nach Bircher-Brenner. Kein Fabrikfertigmüsli kann die Wirkung dieses hervorragenden Nahrungsmittels kopieren.
Die medikamentöse Behandlung einer Symbiosestörung besteht aus einer Verordnung von Bakterienpräparaten nach einem bestimmten Stufenschema und pflanzlichen Mitteln zur Unterstützung der Verdaungsorgane. Das Ganze kann mit einer milden Darmreinigungsbehandlung mit gelegentlicher Gabe von Abführmitteln kombiniert werden, damit Schlacken und Giftstoffe schneller ausgeleitet werden. |
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