Gesunde Ernährung

 

 

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"Die Menschen essen zuviel, von einem
 Viertel dessen was sie verzehren, leben sie selbst,
 von den restlichen drei Vierteln leben die Ärzte.“
Von einem altägyptischen Papyrus, 1500 v.Chr.

Viele Erkrankungen entstehen aus einer gestörten Ernährungs und Verdauungssituation heraus, weil unser Körper sämtliche organischen Bausteine des Lebens  - die Luft, die wir atmen mal ausgenommen, aus der Nahrung bezieht.

Falsche Ernährung kann eine chronische Entzündung der Darmschleimhaut bewirken und unterhalten. Die Folge ist eine äusserst dürftige Nahrungsverwertung mit den entsprechenden Nährstoffmangelzuständen, mit einer dauerhaft verminderten Regenerationsleistung und einer Schwächung des Immunsystems. Insbesondere führt eine chronisch falsche Ernährung zu schleichender Degeneration, was für viele Patienten lange unbemerkt bleiben kann bis sich dann irgendwann z.B. eine Arthrose als Gelenkschmerz äussert. Viele Patienten sind dann der Meinung ihr Gelenk sei "abgenutzt", was bei gut ernährten Gelenken natürlich nie der Fall sein kann. Es handelt sich in Wirklichkeit um eine Stoffwechselerkrankung des Gelenkknorpels, die durch Fehlernährung in vielen Jahren entstanden sein kann. Ein weiteres Beispiel sind Allergien jeglicher Art, die dann entstehen können, wenn die Darmschleimhaut durch eine Entzündung vermehrt für Stoffe durchlässig wird, die normalerweise im Darmlumen verbleiben, bzw. noch weiter verdaut werden müssen. Solche Stoffe werden dann vom Immunsystem als fremdartig erkannt und eine Abwehrreaktion ist die Folge. Aufgrund molekularer Ähnlichkeit entstehen dann auch Allergien zu Substanzen aus der umgebenden Natur, z.B. Pollen

Leider ist der Darm für lange Zeit trotz Fehlernährung eher symptomarm - viel mehr als die Erkrankungen, die fernab vom Darm langfristig aus dieser Situation entstehen. So werden in der Regel Verstopfung, Blähungen, Änderungen in der Stuhlkonsistenz, Hauterkrankungen, Müdigkeit nach dem Essen oder auch Schlafstörungen viel  länger toleriert als z.B. eine allergische Reaktion oder ein Gelenkleiden. Oft verläuft die chronische Mangelsituation für viele Patienten sogar unbemerkt, so dass es als Arzt schwierig sein kann, ihm den Zusammenhang zwischen seinen akuten Beschwerden und seinem erkrankten Darm oder der falschen Ernährungsgewohnheit verständlich zu machen.

Bei der Umstellung der Ernährung geht es vordergründig um eine neue Sichtweise dessen, was unsere Nahrung vermag. Sie kann unser Wohlbefinden steigern und unsere Selbstheilung fördern.

Die Nahrung der Industrieländer  hat sich im Verlaufe der letzten einhundert Jahre wesentlich verändert. Kaum ein Lebensmittel erreicht den Verbraucher so, wie es geerntet wird. In unseren Supermärkten finden sich meistens nur kleine Obst und Gemüseabteilungen dafür aber lange Regalreihen mit völlig künstlichen und denaturierten "Lebensmitteln", die diesen Namen eigentlich kaum verdienen: Konserven, künstliche Limonaden, Zuckerprodukte, Snacks, Schnellgerichte, Fertigpackungen, Backmischungen und vorgekochte Tiefkühlkost, Theken mit Fleisch aus Massentierhaltung und Weissmehlgebäck.

Das Gesamtvolumen der dafür eingesetzten Chemikalien hat sich dabei seit zwei Generationen bis ins unermessliche erhöht und die Schornsteine der chemischen Industrie rauchen.

Der neueste Trick der Nahrungsmittelindustrie ist jetzt die Gentechnik. Auch die Tomatenzüchter haben erkannt, dass ihre Treibhaus-Fabriktomaten nur nach Wasser schmecken. Eingebaute Gene, die Zucker in die Tomate pumpen werden es schon richten. Kommentar: sprachlos.

Die heutige denaturierte Ernährung macht krank. Es ist eine Illusion, dass wir unsere Umwelt verschmutzen, die Nahrung immer künstlicher machen und unsere Innenwelt, sprich unser Körper davon verschont bleibt.

Es ist daher bei einer Umstellung der Ernährung nicht nur wichtig was wir essen, sondern auch von welcher Qualität die Nahrung ist. Wir benötigen intakte und natürliche Nahrungsmittel, also möglichst von der Industrie unbelastete und wenig verarbeitete Nahrung. Überlegen Sie grundsätzlich bei Allem was sie in den Einkaufswagen legen: Ist das ein natürliches Lebensmittel oder ein künstliches Produkt ? Ist es roh oder schon verarbeitet ? Wieviel Chemie enthält es wohl ? Wieviel Chemie enthält die Verpackung ?

Einige Beispiele:

Ein frischer Apfel ist um vieles gesünder als Apfelmuss aus dem Glas. Ein Naturjogurth ist gesünder als Fruchtjogurth mit Chemiearoma, Zuckerzusatz und Konservierungsstoffen. Eine Gemüsepizza, die sie aus Vollkornmehl und frischem Gemüse selber backen ist tausendmal besser als jedes Tiefkühlfertiggericht. Frisches Obst ist besser als Fertigpuddings und Butter ist gesünder als Margarine, etc.

 

Essen Sie möglichst nicht:

  • Weissmehl und raffinierten Zucker. Gesund ist Vollkornmehl, das nach dem Mahlen frisch (!)  verarbeitet wurde.
  • Nahrung, die Zusatzstoffe wie Farbstoffe und Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker enthalten.
  • Konservennahrung oder Nahrung, deren Ursprünglichkeit zum Zweck der Haltbarmachung stark verändert  wurde.
  • Raffinierte Fette

 

Essen sie stattdessen:

  • Täglich etwas Rohkost und reichlich frisches Gemüse
  • Milchprodukte aus so genannter Rohmilch, z.B. Rohmilchkäse oder aber Bioland bzw. Demeter-Produkte.
  • Fleisch, welches von Tieren stammt, die artgerecht gelebt und gegessen haben und nicht gequält wurden.
  • Morgens reichlich, mittags nicht zuviel und abends wenig (insbesondere tierisches Eiweiss).
  • Produkte aus der Vollwertküche, Vollkorngetreideprodukte (sollten frisch gemahlen sein).
  • Viel gute pflanzliche, kalt gepresste Öle sowie Tiefseefisch.
  • Reichlich frische Kräuter und Gewürze, auch Knoblauch, Ingwer und und und.

 

Trinken Sie ausreichend stilles Wasser oder Kräutertees.

 

   siehe auch:  Erkrankungen des Darmes aus naturheilkundlicher Sicht

                     Richtig abnehmen

                     Literaturtipps zur Ernährung

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